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ETFs: Synthetisch oder physisch?

Indexfonds bieten für den Anleger zahlreiche Vorteile. Das Ziel von Exchange Traded Funds (ETFs) ist es, die Wertentwicklung eines Index möglichst genau nachzubilden. Der Fonds versucht dabei nicht besser zu sein als der Markt, den er abbildet. Die Nachbildung eines Index kann grundsätzlich auf zwei Arten erfolgen: physisch und synthetisch. Doch was genau steckt eigentlich dahinter? Was der Unterschied zwischen physisch und synthetisch replizierenden ETFs ist und worauf Anleger achten müssen, erklärt dieser Ratgeber.

Inhaltsverzeichnis
1 ETFs: Was ist der Unterschied zwischen physischer und synthetisch Replikation?
2 Physische ETFs
2.1 Was bedeutet ETF-Sampling?
3 Synthetische Replikation von ETFs
3.1 Synthetische ETFs unterliegen einem Kontrahentenrisiko
3.2 Arten von synthetisch replizierenden ETFs
4 Was ist besser – Synthetische oder physische ETFs?
5 Synthetisch oder physisch? ETF-Replikationsmethoden im direkten Vergleich
6 Fazit: Ob physisch oder synthetisch – Hauptsache ETF!

Beitragsfoto: tashatuvango/AdobeStock

Synthetische und physische ETFs auf einen Blick:

  • ETFs können einen Index auf zwei Arten nachbilden: synthetisch oder physisch
  • Synthetische Replikation: ETFs bilden den Index indirekt durch ein Tauschgeschäft nach
  • Physische Replikation: ETFs mit direkter Nachbildung

Grundlegendes über die Funktionsweise von ETFs können Sie in unserem Artikel „Was sind ETFs?“ nachlesen.

ETFs: Was ist der Unterschied zwischen physischer und synthetisch Replikation?

Im Unterschied zur synthetischen Replikation, investiert ein physischer ETF direkt in die Werte, die der Index enthält. Dadurch wird eine reale Nachbildung des zugrundeliegenden Index angestrebt. Bei der synthetischen bzw. indirekten Replikation erfolgt die Indexnachbildung über ein Tauschgeschäft. Vereinfacht gesagt, schließt der ETF einen Vertrag mit einem Finanzinstitut ab, welches im Tausch gegen eine Gebühr die Rendite liefert. Die Rede ist von einem Total-Return-Swap.

Möchten Sie herausfinden, ob es sich um einen synthetischen oder physischen ETF handelt, sollten Sie in das Factsheet des Fonds schauen. Darin sind alle Informationen zum jeweiligen ETF enthalten. Sie finden dort meist den Hinweis „physisch“ oder „synthetisch“ – oft ist auch von direkter oder indirekter Replikation die Rede. – Steffen Grebe, Honorar-Anlageberater // Bafin ID: 80133858

 

Physische ETFs

Ein physisch replizierender ETF bildet den zugrundeliegenden Index eins zu eins ab. Das heißt: Die Gewichtung der Aktien, die der ETF enthält, entspricht der des Index. Bei einer Vollreplikation findet eine 100-prozentige Nachbildung statt. Diese Methode ist zwar besonders transparent, ist allerdings nur für Indizes möglich, die aus einer geringen Anzahl liquider Aktien bestehen (wie beispielweise der DAX). Ist der ETF sehr groß (MSCI World), werden nur bestimmte Aktien gekauft. In diesem Fall spricht man von einer Teilreplikation oder „Sampling“.

Wenn in einem Index Titel ausgetauscht werden, dann muss der Anbieter von physisch replizierenden ETFs die entsprechenden Wertpapiere kaufen bzw. verkaufen.

Was bedeutet ETF-Sampling?

Möchte ein ETF einen Index abbilden, in dem sehr viele oder illiquide Unternehmen enthalten sind, kann eine physische Replikation sehr teuer und aufwendig sein. Deshalb wird beim Sampling der Index nicht mehr originalgetreu abgebildet und nur Werte mit einbezogen, die den größten Einfluss auf den Indexwert haben und gut handelbar sind. Aktien mit einer geringeren Gewichtung werden außen vorgelassen.

Das kann dazu führen, dass sich die ETF-Performance von der des Index unterscheidet – den Unterschied nennt man Tracking Error.

Mit Hilfe mathematischer Modelle wird versucht, die optimale Zusammensetzung der Aktien zu berechnen und damit den Tracking Error möglichst klein zu halten. Wird die Auswahl mittels Optimierungsverfahren getroffen, spricht man auch vom „optimalen Sampling“.

Beim Sampling können Transaktions- und Verwaltungskosten – insbesondere bei großen Indizes – reduziert werden. Durch die ungenauere Abbildung kann es allerdings zu Abweichungen zwischen dem Index- und der ETF-Performance kommen. Dieser Tracking Error stellt ein mögliches Risiko des Samplings dar.

Synthetische Replikation von ETFs

Ein synthetischer ETF bildet den Index nicht originalgetreu nach. Er kann sogar Wertpapiere enthalten, die im Index nicht existieren. Gewinne erzielen die synthetischen ETFs durch Derivate bzw. Swaps (Tauschgeschäfte). Deshalb werden sie auch als Swap-ETFs bezeichnet.

Der Anbieter eines ETFs schließt dabei einen Vertrag mit einem Swap-Partner. In der Praxis ist dies häufig der Mutterkonzern des ETF-Anbieters. Der Partner verpflichtet sich, die Indexrendite inkl. Dividenden zu zahlen. Im Gegenzug erhält der Swap-Kontrahent eine Gebühr (Swap-Gebühr) und die Rendite der Wertpapiere im Portfolio.

Die Gelder der Anleger sind in einem Wertpapierkorb investiert, der als Sicherheit für das Swap-Geschäft dient. Die Swaps werden nicht an der Börse gehandelt, weshalb die Gebühren für den Anleger nicht immer nachvollziehbar sind. Da die Verträge ausschließlich mit den Partnern ausgehandelt werden, können hohe Kosten entstehen.

Synthetische ETFs unterliegen einem Kontrahentenrisiko

Da ein synthetischer ETF davon abhängig ist, dass der Partner (= Kontrahent) seinen Verpflichtungen nachkommt, besteht ein Kontrahentenrisiko. Sobald der Swap-Partner den Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen und die Rendite nicht mehr liefern kann, muss der Anbieter auf den Sicherheitenkorb zurückgreifen. Im schlimmsten Fall müssen Anleger einen Verlust verzeichnen.

Aus diesem Grund ist das Kontrahentenrisiko in der EU durch die OGAW-Richtlinie (Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapiere) gesetzlich begrenzt. Bei vielen ETFs finden Sie auch die englische Abkürzung UCITS. Die Richtline schreibt vor, dass der Umfang des Swap-Geschäftes bei einem ETF nicht mehr als 10 % des Fondsvolumen betragen darf. Die restlichen 90 % sind durch Sicherheiten abzudecken, die bei einem Zahlungsausfall an die Anleger ausgezahlt werden können. In der Realität beträgt der Anteil der Sicherheiten häufig aber deutlich mehr als 90 %.

Arten von synthetisch replizierenden ETFs

 

 

 

Ob Sicherheiten innerhalb oder außerhalb des Fondsvermögen gehalten werden, beeinflusst im Insolvenzfall die Liquidationszeit der Sicherheiten. Im Hinblick auf die Hinterlegung von Sicherheiten, kann man bei ETFs mit synthetischer Replikation zwischen Unfunded Swaps und Funded Swaps – also ungedeckten und gedeckten Swaps – unterscheiden. Bei einem Unfunded Swap hält der ETF seine Sicherheiten selbst. Dabei kauft der ETF einen vom Kontrahenten definierten Wertpapierkorb als ein Bestandteil des Fondsvermögen. Dieser fungiert als Sicherheit und kann im Falle einer Insolvenz ohne Zeitverzögerung liquidiert werden. Dagegen wird bei einem Funded Swap die Liquidität gegen die Wertentwicklung des Index-Wertentwicklung getauscht. Die Gelder der Anleger werden dazu für die Zeit des Tauschgeschäftes an den Kontrahenten übertragen. Ist der ETF rechtlicher Eigentümer der Sicherheiten, kann die Liquidation in der Regel schnell vollzogen werden. Besteht nur ein Pfandrecht, muss der Anspruch zunächst eingefordert werden, was einige Zeit beanspruchen kann. – Steffen Grebe, Honorar-Anlageberater // Bafin ID: 80138885

Was ist besser – Synthetische oder physische ETFs?

Physische vs. synthetische ETFs – was ist besser? Diese Frage lässt sich pauschal nicht beantworten. In der Regel haben die Replikationsmethoden wenig Einfluss auf die Performance des ETF, weshalb Sie als Anleger in diesem Sinne nicht viel falsch machen können. Da sie den Index 1:1 abbilden und gerade für Anfänger einfach nachzuvollziehen sind, sind physisch replizierende ETFs eine gute Wahl. Wer aber in Nischenmärkte investieren möchte, kommt an den Swap-ETFs nicht vorbei. Bei den synthetisch replizierenden ETFs besteht allerdings ein gewisses Kontrahentenrisiko. ETFs und die Trägerportfolios gehören in Deutschland zum Sondervermögen – die ausstehenden Swap-Differenzen jedoch nicht. Das heißt: Sie könnten im schlimmsten Fall Ihre Renditen verlieren. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit dazu eher gering ist, sollten Sie immer prüfen, welche Sicherheiten bei einem ETF hinterlegt sind. – Davor Horvat, Honorar-Anlageberater // Bafin ID: 10138885

Synthetisch oder physisch? ETF-Replikationsmethoden im direkten Vergleich

Physische ReplikationSynthetische Replikation
Basiswert100 % Replikation oder Teilreplikation durch SamplingSwap-basiert mittels Tauschgeschäft
AusschüttungAusschüttend oder thesaurierendÜberwiegend thesaurierend
IndexgrößeKlein oder großKlein bis groß
Vorteile
  • Aktien sind tatsächlich im Fondsvolumen vorhanden
  • Nachvollziehbarkeit für Anleger
  • Anleger können an schwer erreichbaren Märkten teilnehmen
Nachteile
  • Vollreplikationen können nur kleine Indizes oder solche mit mehrheitlich liquiden Unternehmen replizieren
  • Aufgrund der exakten Nachbildung ist die physische Replikation aufwendiger
  • Dabei fallen auch mehr Gebühren an
  • Bei der Teilreplikation gibt es automatisch kleinere Abweichungen zum Index (Tracking Error)
  • Niedrigere Transparenz und oft schwer nachzuvollziehen
  • Zusätzliches Kontrahentenrisiko

Fazit: Ob physisch oder synthetisch – Hauptsache ETF!

Ein großer Vorteil von physischen ETFs ist ihre Transparenz. Anleger wissen genau, in was sie investieren. Allerdings ist diese Replikationsmethode nicht für alle Indizes geeignet – wenig liquide Märkte lassen sich nur schlecht nachbilden. Dagegen können synthetisch replizierende ETFs jeden Index bzw. Markt abbilden. Im Unterschied zu physischen ETFs besteht bei den synthetischen ETFs allerdings ein Kontrahentenrisiko. Dieses Risiko ist aber gesetzlich reguliert.

Sind also synthetische oder physische ETFs besser? Angesichts des Ausfallrisikos macht es keinen großen Unterschied, ob der Index synthetisch oder physisch abgebildet wird. Wer das Kontrahentenrisiko dennoch umgehen möchte, sollte physisch replizierende ETFs bevorzugen. Alle ETFs zeichnen sich durch ihre hohe Sicherheit, Diversifikation und Kosteneffizienz aus, wodurch für Anleger nur ein geringes Risiko besteht.

Schlussendlich entscheiden Sie selbst, ob Sie lieber in Swap-ETFs oder physische ETFs investieren möchten. Benötigen Sie Hilfe bei der Auswahl von ETFs, können Sie sich an uns einen wenden. Mit unserer jahrelangen Expertise in der Anlageberatung stehen wir Ihnen bei allen Entscheidungen zur Seite.

Sie möchten mehr über die Sicherheit von ETFs erfahren? Lesen Sie dazu unseren Ratgeber „Sind ETFs sicher?“.

Livestream jetzt abrufbar: ETF – die smarte Geldanlage für den Schwaben

Anlegern fällt es im jetzigen Zinsumfeld zunehmend schwer eine positive Rendite nach Inflation und möglichen Negativzinsen zu erzielen. Altbekannte Anlageprodukte wie Sparen auf dem Konto, Tagesgeld, Sparbuch, Renten- und Lebensversicherung, Bausparverträge, etc. eignen sich nicht zum Aufbau der Altersversorgung. Gerade jetzt ist ein Umdenken für jeden langfristig orientierten Anleger notwendig. Die Zeit ist reif für eine unabhängige Anlageberatung und die Nutzung von kosteneffizienten Anlagelösungen. Warum dabei das ETF (= Exchange Traded Funds) einen wesentlichen Baustein darstellt erfahren Sie hier.

Beitragsfoto: tashatuvango/AdobeStock

Wichtige Fragen für den langfristigen Anleger

Ganz gleich, ob Sie schon seit Jahrzehnten Anleger sind oder noch am Anfang stehen – an einem bestimmten Punkt Ihrer Investment-Laufbahn werden Sie sich wahrscheinlich einige der untenstehenden Fragen stellen. 

Die Beantwortung dieser Fragen soll Sie nicht einschüchtern, denn als Anleger sind Sie nicht alleine. Ihr Finanzberater steht Ihnen unterstützend zur Seite. Die Fragenliste stellt keine vollständige Übersicht dar, dennoch wird sie hoffentlich anhand fundierter Grundprinzipien verdeutlichen, wie Anleger ihre Chancen auf eine positive Anlageerfahrung langfristig erhöhen können.

1. Auf welche Art des Wettbewerbs muss ich mich als Anleger einstellen?

Märkte verarbeiten Informationen auf effektive Weise. Jeden Tag kaufen und verkaufen Marktteilnehmer Millionen von Wertpapieren an den globalen Finanzmärkten. Die so laufend generierten Echtzeitinformationen tragen dazu bei, Wertpapierpreise festzulegen. Daher herrscht ein harter Wettbewerb, und für jeden – selbst für professionelle Vermögensverwalter – ist es schwierig, die Marktpreise vorherzusagen (siehe Frage 2 für nähere Informationen). Für Anleger ist dies jedoch eine gute Nachricht. Anstatt ihre Investmentstrategie darauf aufzubauen, „falsch“ bepreiste Wertpapiere zu finden, können Anleger stattdessen den in den Marktpreisen enthaltenen Informationen vertrauen, um ihre Portfolios aufzubauen (siehe Frage 5 für nähere Informationen).

2. Wie hoch sind meine Chancen, einen Investmentfonds auszuwählen, der langfristig besteht und sich überdurchschnittlich entwickelt?

Werfen Sie eine Münze und die Wahrscheinlichkeit auf Kopf oder Zahl steht bei 50:50. Ungefähr genauso stehen die Chancen, einen Investmentfond auszuwählen, der auch noch in 20 Jahren besteht. Sogar schlechter stehen die Chancen, eine überdurchschnittliche Wertentwicklung zu erleben. Globale Märkte verarbeiten neue Informationen innerhalb weniger Sekunden. Dies macht es für Fondsmanager schwierig, andere Marktteilnehmer zu übertreffen. Sehen Sie sich hierzu die tatsächlichen Ergebnisse an. Die Forschung verdeutlicht,1 dass nur 22% aller US-amerikanischen Aktienfonds und 10% aller Anleihenfonds überlebt und ihre Benchmark über den vergangenen 20-Jahreszeitraum übertroffen haben.

Performance von US-amerikanischen Investmentfonds

2000–2019

Es gibt keine Garantie, dass Investitionsstrategien erfolgreich sein werden. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit stellt keine Garantie für zukünftige Entwicklungen dar.

3. Wird sich ein Fonds, der in der Vergangenheit eine starke Wertentwicklung gezeigt hat, auch in Zukunft positiv entwickeln?

Einige Anleger wählen Investmentfonds auf Grund vergangener Renditen aus. Wissenschaftliche Erkenntnisse haben jedoch gezeigt, dass die meisten Fonds im oberen Rendite-Quartil (top 25%) der letzten fünf Jahre diese Position für die darauffolgende Fünf-Jahres-Rendite nicht halten konnten. Mit anderen Worten: Die vergangene Wertentwicklung bietet wenig Einblick in zukünftige Renditen eines Fonds.

Prozentsatz der hochrangigsten US-Investmentfonds, die an der Spitze blieben

Es gibt keine Garantie, dass Investitionsstrategien erfolgreich sein werden. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit stellt keine Garantie für zukünftige Entwicklungen dar.

4. Muss ich den Markt überlisten, um als Anleger erfolgreich zu sein?

Kapitalmärkte haben langfristig investierende Anleger belohnt. Anleger erwarten für das von ihnen investierte Kapital eine positive Rendite und historisch gesehen haben Aktien- und Anleihenmärkte ein starkes Vermögenswachstum erzielt, welches die Inflation deutlich übertroffen hat. Lassen Sie die Märkte für sich arbeiten, anstatt sie zu bekämpfen.

Wertwachstum eines Euros

1975–2019 (Monatliche Verzinsung)

Die Grafik dient nur zu Illustrationszwecken, die darin enthaltenen Informationen sind hypothetisch und stellen kein tatsächliches Investment dar. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit stellt keine Garantie für zukünftige Entwicklungen dar.

5. Gibt es einen besseren Weg ein Portfolio zu gestalten?

Die akademische Forschung hat jene Dimensionen für Aktien und Anleihen identifiziert, die auf Renditeunterschiede hinweisen. Anstatt die Marktpreise vorhersagen zu wollen, können Anleger höhere erwartete Renditen erzielen, indem sie ihre Portfolios anhand dieser Dimensionen strukturieren.

Dimensionen erwarteter Renditen

6. Ist internationales Investieren für den Anleger sinnvoll

Eine breite Streuung hilft Ihnen dabei, Risiken Ihrer Geldanlage deutlich zu reduzieren. Eine Diversifikation nur in Ihrem Heimatmarkt ist jedoch nicht genug. Stattdessen können Sie durch eine globale Diversifikation Ihr Anlageuniversum deutlich erweitern. Mit einem global diversifizierten Portfolio sind Anleger gut positioniert, Renditen zu erzielen, wo auch immer sie auftreten.

7. Kann ich meinen Anlageerfolg steigern, indem ich mein Portfolio häufig neu strukturiere?

Es ist schwer – wenn nicht gar unmöglich – vorherzusagen, welche Marktsegmente sich wann überdurchschnittlich entwickeln werden.

Daher sollten Sie marktbezogene Kaufentscheidungen und weitere unnötige Änderungen, die kostspielig sind, vermeiden. Wenn Sie sich bei langfristigen Anlageentscheidungen von Ihren Emotionen oder Meinungen über kurzfristige Marktbedingungen beeinflussen lassen, können die Ergebnisse enttäuschend ausfallen.

Jahresrendite für Marktindizes

Die Wertentwicklung in der Vergangenheit stellt keine Garantie für zukünftige Entwicklungen dar.

8. Können meine Emotionen meine Anlageentscheidungen beeinflussen?

Viele Menschen haben Schwierigkeiten, ihre Emotionen vom Investieren zu trennen. Die Märkte gehen auf und ab. Die Reaktion auf die aktuellen Marktbedingungen kann zu schlechten Investitionsentscheidungen führen.

Vermeiden Sie reaktives Investieren

9. Sollte ich aufgrund von Neuigkeiten in den Medien Änderungen an meinem Portfolio vornehmen?

Tägliche Marktnachrichten und Kommentare können Ihre Anlagestrategie auf die Probe stellen. Einige Meldungen können Angst über zukünftige Entwicklungen schüren, während andere Sie mit Versprechen auf mühelose Gewinne locken. Wenn die Schlagzeilen beunruhigend sind, berücksichtigen Sie die Quelle und denken Sie an Ihr langfristiges Anlageziel.

10. Was ist also sinnvoll zu tun?

Arbeiten Sie eng mit einem Finanzberater zusammen, der Ihnen einen individuellen Plan erstellt, der an Ihre persönlichen und finanziellen Bedürfnisse angepasst ist. Konzentrieren Sie sich auf das, was Sie steuern können und erleben Sie eine bessere Investmenterfahrung.

  • Erstellen Sie einen Investmentplan, der zu Ihren Bedürfnissen und Ihrer Risikobereitschaft passt.
  • Strukturieren Sie ein Portfolio entlang der Dimensionen höher erwarteter Renditen.
  • Diversifizieren Sie global.
  • Achten Sie auf Kosten, Kapitalumschlag und Steuern.
  • Bleiben Sie trotz Markteinbrüchen und Marktschwankungen diszipliniert.

Sieben Anleger-Regeln für 2021

 

„Wer das Spiel von der Seitenlinie beobachtet, kann es nicht gewinnen“. Damit uns das nächstes Jahr nicht wieder passiert, sollten wir uns an die Grundregeln des erfolgreichen Investierens halten.

John Bogle, der Urvater und Pionier der Indexfonds hat deshalb diese 7 Anleger-Regeln für Indexinvestoren definiert:

1. Sie müssen investieren
Das größte Risiko, mit dem sich Investoren konfrontiert sehen, ist nicht kurzfristige Volatilität, sondern vielmehr die Gefahr, keine ausreichende Rendite auf ihr Kapital zu erwirtschaften, während es sich anhäuft.

2. Die Zeit ist Ihr Freund
Zu investieren, ist eine vortreffliche Gewohnheit, mit der man am besten früh beginnt. Genießen Sie die Magie des Zinseszinses. Selbst moderate Investitionen in den frühen Zwanzigern können erstaunliche Höhen erreichen, wenn man ein ganzes Leben Zeit hat.

3. Der Impuls ist Ihr Feind
Emotionen haben in einer Anlagestrategie nichts verloren. Haben Sie rationale Erwartungen an zukünftige Renditen, und ändern Sie diese nicht aufgrund vorübergehender Launen und Gerüchten der Wall Street. Vermeiden Sie es, nach augenscheinlich „einmaligen Einsichten” zu handeln, die in Wirklichkeit Millionen andere auch haben.

4. Grundlegende Mathematik hilft
Die Netto-Rendite Ihres Portfolios ist schlicht die Brutto-Rendite abzüglich der Kosten, die Sie verursachen, oder die Ihnen verursacht werden. Halten Sie Ihre Investmentkosten niedrig. Denn das Joch der Kosten kann das Wunder des Zinseszinses leicht zerstören.

5. Halten Sie es einfach
Grundlegendes Investieren ist einfach – nämlich eine Balance zwischen Aktien, Anleihen und Bargeld-Reserven; eine diversifizierte Auswahl von durchschnittlichen und hochwertigen Wertpapieren; ein Kompromiss zwischen Risiko, Rendite und (wie zuvor) Kosten.

6. Vergessen Sie niemals die Rückkehr zum Mittelwert
Die starke Performance eines Investmentfonds wird sehr wahrscheinlich zum Aktienmarkt-Durchschnitt zurückkehren – und oft sogar noch darunter. Denken Sie an den biblischen Spruch „So werden die Letzten die Ersten sein und die Ersten die Letzten.” (Matthäus 19,30).

7. Halten Sie den Kurs
Ganz egal, was an den Märkten passiert, bleiben Sie bei Ihrer Anlagestrategie. Die Strategie zur falschen Zeit zu wechseln, kann der fatalste Fehler sein, den Sie als Anleger je machen werden. (Fragen Sie einfach Investoren, die einen signifikanten Anteil ihres Portfolios in Bargeld verwandelt haben, als die Krise ihren Höhepunkt erreicht hat, nur um dann den bisher achtjährigen Bullenmarkt ganz oder teilweise zu verpassen …) „Halten Sie den Kurs”, das ist der wichtigste Rat, den ich Ihnen geben kann.

Bafin klärt auf: Wann darf sich ein Anlageberater „unabhängig“ nennen?

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Deutschlandweit dürfen nur 17 Wertpapierdienstleister eine „unabhängige Honoraranlageberatung“ anbieten. Aber wie weit reicht dieser Bezeichnungsschutz eigentlich? Kann eine Bank zum Beispiel behaupten, ihre Kunden „unabhängig“ zu beraten? FONDS professionell ONLINE hat bei der BaLn nachgefragt.

Das Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) ist eindeutig: Bezeichnungen wie „Unabhängiger Honoraranlageberater“ darf nach Paragraf 94 WpHG nur führen, wer einen Eintrag im entsprechenden
Register der BaLn führt. Die Voraussetzungen dafür sind durchaus streng, unter anderem dürfen keine Provisionen einbehalten werden.

Aktuell sind im Register darum nur 17 Institute zu Lnden, darunter einige Vermögensverwalter, die Quirin Privatbank und Haftungsdächer wie NFS Netfonds, DWPT Deutsche Wertpapiertreuhand oder Honorarfinanz. Der Schutz gilt auch für „abweichende Schreibweisen“ oder eine „Bezeichnung, in der diese Wörter enthalten sind“, wie es im Gesetz heißt.

Doch darf eine Bank beispielsweise behaupten, ihre Kunden „unabhängig“ zu Wertpapieren zu beraten, obwohl sie nicht im Honorarberater-Register eingetragen ist? Darüber wird in der Branche mitunter lebhaft diskutiert, ist die „Unabhängigkeit“ doch ein werbewirksames Argument in der Kundenansprache.

Verstoß gegen die Wohlverhaltenspflichten
Die Antwort der Finanzaufsicht auf eine entsprechende Anfrage von FONDS professionell ONLINE fällt eindeutig aus: „Wertpapierdienstleistungsunternehmen dürfen sich – außerhalb des Anwendungsbereichs des Paragrafen 94 WpHG – nicht als ‚unabhängig‘ bezeichnen beziehungsweise ‚unabhängige‘ Beratung anbieten, wenn dieser Umstand tatsächlich nicht zutrifft“, so eine BaLn-Sprecherin.

Bezeichne sich ein Institut dennoch als „unabhängig“, verstoße es damit gegen die Wohlverhaltenspbichten (§ 63 Abs. 6 Satz 1 WpHG). Dort heißt es: „Alle Informationen, die Wertpapierdienstleistungsunternehmen Kunden zugänglich machen, einschließlich Marketingmitteilungen, müssen redlich und eindeutig sein und dürfen nicht irreführend sein.“ Verstöße kämen vereinzelt, aber nicht häuLg oder systematisch vor, berichtet die BaLn. „Wir gehen diesen nach“, betont die Sprecherin.

Andere Regeln für gewerbliche Finanzberater
Philipp Mertens, Partner der Düsseldorfer Kanzlei BMS Rechtsanwälte, verweist darauf, dass Wertpapierdienstleister ihre Kunden vor der Anlageberatung informieren müssen, ob sie eine „unabhängige“ Beratung anbieten oder nicht. „Für gewerbliche Finanzberater gibt es diese Pficht interessanterweise nicht“, sagt er. „Sie müssen lediglich offenlegen, ob sie als Finanzanlagenvermittler oder als Honorar-Finanzanlagenberater tätig sind. Das Wort ‚unabhängig‘ spielt keine Rolle.“ (bm)

Zum Artikel geht es hier

 

Top 100 – Finanzberater in 2019 & 2020

„Ich freue mich über die Auszeichnung“

Steffen Grebhe - Urkunde Top 100 "Finanzberater des Jahres 2020"

Steffen Grebe – Urkunde Top 100 „Finanzberater des Jahres 2020

– seit 1991 bin ich in der Finanzbrache tätig. Nach einer klassischen Bankausbildung habe ich mich Nebenberuflich zum Bankfachwirt (IHK) und Betriebswirt (VWA) weitergebildet. Beruflich war ich Kundenberater bei verschiedenen Banken im Raum Heilbronn & Stuttgart tätig und habe mich bis zum Prokuristen weiterentwickelt. Damit ich Verbraucher völlig unabhängig und frei von Vorgaben beraten kann, habe ich mich im Jahre 2016 selbständig gemacht.

Die Erfahrung in der Finanzbranche, regelmäßige Fort- und Weiterbildung und das nötige Expertenwissen, um für meine Mandanten leistungsstarke und individuell zugeschnittene Geldanlagekonzepten zu entwickeln, haben mich beim Finanzberater-Test der €URO und der €URO am Sonntag unter die Top 100 Finanzberater in Deutschland in 2019 & 2020 gebracht.

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– Über 26 Jahre Erfahrung in der Finanzbranche, regelmäßige Fort- und Weiterbildung und das nötige Expertenwissen, um für meine Mandanten leistungsstarke und individuell zugeschnittene Geldanlagekonzepten zu entwickeln, haben mich beim Finanzberater-Test der €URO und der €URO am Sonntag unter die Top 100 Finanzberater in Deutschland gebracht.

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Wir wirken sich Währungsrenditen auf meine internationalen Investments aus?

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Viele Anleger verfolgen beim Portfolioaufbau einen globalen Ansatz, um ihre Investmentziele zu erreichen. Mit den möglichen Vorteilen eines breiteren Spektrums an Investmentmöglichkeiten geht ein Währungsrisiko ausländischer Währungen einher. Währungsrenditen können schwanken und dadurch Gewinner und Verlierer hervorbringen. Obwohl es kaum Belege dafür gibt, dass Währungsschwankungen vorhersehbar sind, möchten Investoren dennoch wissen, ob sie ihr Währungsrisiko absichern sollen.

Zu diesem Zweck ist es hilfreich zu prüfen, inwiefern Währungsrisiken mit den Anlagezielen eines Anlegers vereinbar sind. Einige Anleger möchten Wechselkursrisiken beispielsweise aufgrund der Volatilität von Währungsrenditen absichern. Bei internationalen Aktien reduziert die Wechselkursabsicherung jedoch nicht zwangsläufig die Volatilität des Portfolios, da Aktien generell volatiler als Währungen sind. Für festverzinsliche Wertpapiere hingegen ist die Währungsabsicherung ein effektives Mittel zur Verminderung der Volatilität eines Portfolios.

Dieser Artikel befasst sich mit den Auswirkungen von Währungsschwankungen auf globale Aktien- und Anleihenportfolios aus Sicht eines Anlegers in der Eurozone und erörtert die grundlegenden Fragen der Wechselkursabsicherung.

WÄHRUNGSRENDITEN

Für Anleger mit nicht gegen Wechselkursschwankungen abgesicherten internationalen Investments wirkt sich die Währungsschwankung bei einem Anstieg der Heimatwährung negativ, bei einer Abwertung hingegen positiv auf die Rendite aus.

In 2018 hatte die Schwächung des Euros, gegenüber der Stärkung der Nicht-Euro-Währungen, einen positiven Einfluss auf die Renditen für Euro Anleger mit Beteiligungen in nicht wechselkursabgesicherten Nicht-Euro-Assets, und trug 2.8% zu den Renditen bei, gemessen an der Differenz der Renditen des MSCI All Country World IMI Index in lokalen Renditen ggü. EUR.

Währungsschwankungen beeinflussten die Renditen der Euro-Anleger in ungefähr gleichbleibender Frequenz zwischen dem positiven und negativen Bereich und waren in etwa der Hälfte aller untersuchten Jahre positiv (10 von 20 Jahren), gemessen an der Differenz zwischen dem MSCI All Country World IMI Index in Regionalwährung ggü. EUR. In diesen Jahren hätte die Währungsabsicherung die Renditen eines Anlegers der Eurozone verringert. Zudem waren die Währungsrenditen über diesen Zeitraum statistisch nicht von Null verschieden. Für Anleger bedeutet dies, dass Währungsrenditen zwar über einen kürzeren Zeitraum schwanken können, aber längerfristig nicht zu Unterschieden in erwarteten Renditen führen. 

REDUZIERT WECHSELKURSABSICHERUNG DIE VOLATILITÄT?

Aktien

Oft möchten Anleger ihr Währungsrisiko absichern, um so die Volatilität der Renditen zu verringern. Für einen Anleger mit einem internationalen Aktienportfolio kann die Wechselkursabsicherung die Volatilität der Rendite meist nicht erheblich verringern, wie Abbildung 1 zeigt. Aktien sind in der Regel volatiler als Währungen. Die Volatilität eines nicht gegen Wechselkursschwankungen abgesicherten internationalen Aktienportfolios wird daher üblicherweise von der Volatilität der zugrundeliegenden Aktien dominiert, nicht von Währungsschwankungen.

Anleihen

Für internationale festverzinsliche Wertpapiere hingegen ist die Wechselkursabsicherung ein effektives Mittel zur Verminderung der Volatilität eines Portfolios. Währungsrenditen sind volatiler als die Renditen festverzinslicher Wertpapiere hoher Bonität. Ohne eine Absicherung gegen Währungsschwankungen dominiert die Volatilität der Währungen daher die Volatilität eines Portfolios festverzinslicher Wertpapiere. Wie aus Abbildung 2 hervorgeht, ist die annualisierte Volatilität des abgesicherten Index (1,00%) wesentlich geringer als diejenige des nicht abgesicherten Index (6,31%).

FAZIT FÜR ANLEGER

Bei Anlegern mit internationalen Portfolios richtet sich die Rendite nach der Wertentwicklung der Anlage aus dem Ausland und der Währungsrendite. Dennoch suggerieren wissenschaftliche Forschungsergebnisse, dass Währungsschwankungen auf kurz- bis mittelfristige Sicht gesehen, sehr schwer vorherzusehen sind und kein verlässliches Maß für Investmententscheidungen sein sollten.

Sollte sich ein Anleger mit einem internationalen Portfolio vor Währungsschwankungen absichern? Die Antwort hängt von den Zielen des Investors und dem zugrundeliegenden Vermögenswert ab. Bei internationalen Aktien zeigen unsere Forschungsergebnisse, dass die Wechselkursabsicherung die Volatilität des Portfolios nicht erheblich verringert. Bei Anlegern mit festverzinslichen Investment-Grade- Anleihen kann die Kursabsicherung hingegen wirksam zur Verringerung der Volatilität der Renditen beitragen.

 GLOSSARY

Wechselkursabsicherung: Etablierung einer Position, die das Risiko, welches mit einer bestehenden Währungsposition einhergeht, mildert oder reduziert.

Terminkontrakt: Eine Vereinbarung zum Kauf oder Verkauf einer Anlage zu einem bestimmten Preis in der Zukunft.

Marktkapitalisierung: Der gesamte Marktwert der umlaufenden Aktien eines Unternehmens, berechnet als Preis multipliziert mit der Anzahl der umlaufenden Aktien.

Standardabweichung: Eine Messgröße für die Variation bzw. Verteilung der Werte in einem Datensatz. Standardabweichungen werden oft zur Quantifizierung der Volatilität der historischen Renditen eines Wertpapiers oder Portfolios verwendet.

Volatilität: Eine statistische Messgröße für die Verteilung bzw. Varianz der Renditen eines bestimmten Wertpapiers oder Portfolios. Die Volatilität wird oft mithilfe der Standardabweichung gemessen.